Wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza. SEHEPUNKTE 2019-01-28

Wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza Rating: 9,1/10 1532 reviews

SEHEPUNKTE

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Siarhei Novikau: Rezension von: Thomas M. Auf die nahezu vollstĂ€ndige Ausrottung der Art am Ende des Ersten Weltkriegs folgte in den 1920er-Jahren ihre medial inszenierte Wiederansiedlung — ironischerweise ermöglicht durch den Ankauf von Wisenten aus verschiedenen europĂ€ischen Zoos. Sie wurden dort ĂŒber einige Jahrzehnte hin isoliert gezĂŒchtet. Der Wald erstreckt sich auf mehr als 1500 Quadratkilometern entlang der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Auf den Vormarsch der Wehrmacht im Sommer 1941 folgten die Zerstörung der Dörfer und Erschießungsaktionen, denen vor allem die jĂŒdische Bevölkerung zum Opfer fiel. Danach sorgten zwei in den Jahren 1890 und 1910 fĂŒr einen RĂŒckgang der BestĂ€nde.

Next

Rezension zu: A. Dalhouski u.a.: Wisent

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Der Wald wurde in dieser Zeit praktisch in ein Schutzgebiet verwandelt, das fĂŒr einfache Leute geschlossen war, fĂŒr die Erholung und Jagd der Partei- und Staatselite jedoch offenstand. Jahrhunderts jagten hier die russischen Zaren nach Wisenten, Wildschweinen, Dam- und Rotwild. Weitere Eingriffe werden auch bei Befall von BĂ€umen durch SchĂ€dlinge nicht vorgenommen. Jahrhundert eine Forstverwaltung nach deutschem Vorbild eingefĂŒhrt worden, die den Zugang der einheimischen Bevölkerung reglementierte. Gerade anhand der zahlreichen machtpolitischen Wandlungen des 20. WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs nutzten die deutschen Besatzer das Gebiet zur Jagd und bauten eine Infrastruktur zur kolonialen Ausbeutung der Holzvorkommen auf.

Next

Wisente und BorkenkĂ€fer im Urwald von BiaƂowieza

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

WĂ€hrend des RĂŒckzugs der Wehrmacht und der Befreiung der Gegend im Juli 1944 wurde auch der Tierwelt der grĂ¶ĂŸte Schaden zugefĂŒgt. Aus den BestĂ€nden dieses Gebietes waren wĂ€hrend des 19. Dennoch leistet der Band einen wichtigen Beitrag zu einem wenig erforschten Aspekt der europĂ€ischen Geschichte an der belarussisch-polnischen Grenze. Hier brĂŒten neun , u. Im achten Kapitel stehen die Transformation und EuropĂ€isierung des BiaƂowieĆŒa-Waldes im Mittelpunkt.

Next

Wisent

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Und genau diese lebenden PrĂ€sente begrĂŒndeten in der Zwischenkriegszeit die geradezu wundersame Rettung des zotteligen Vierbeiners durch RĂŒckzĂŒchtungen. Das Buch setzt sich mit konkurrierenden Konzepten zu dem 1932 in der Zweiten Polnischen Republik gegrĂŒndeten und 1991 durch die Republik Belarus erweiterten Nationalparks auseinander. Aufgrund andauernder Konflikte zwischen den Interessen von Naturschutz, Wirtschaft und Tourismus blieben die Grenzen des Schutzgebietes im polnischen Teil jedoch immer umkĂ€mpft. Die Regierung in Warschau lĂ€sst sich von dieser Argumentation wenig beeindrucken und setzt den Holzschlag unverdrossen fort. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. D er BorkenkĂ€fer lĂ€uft zumindest in Polen dem Wisent im Nationalpark von Bialowieza den Rang ab.

Next

Wisent

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Das Buch erscheint zu einem Zeitpunkt, da der Wald immer wieder in die Schlagzeilen gerĂ€t: In einer einstweiligen Anordnung hatte der EuropĂ€ische Gerichtshof der polnischen Regierung BaumfĂ€llungen in dem Urwald bis auf weiteres untersagt. Das wichtigste Markenzeichen der Region ist der Wisent auch bekannt als EuropĂ€ischer Bison , der vor einhundert Jahren als fast ausgestorben galt. Herausgegeben und kommentiert von Piotr Daszkiewicz, BogumiƂa Jedrzejewska und Tomasz Samojlik. Die Errichtung der zwischenstaatlichen Grenze nach dem Krieg fĂŒhrte zu einer Zweiteilung des Waldgebiets, was den ursprĂŒnglichen PlĂ€nen zuwiderlief, einen einheitlichen Nationalpark anzulegen. Heute leben fast 900 Tiere in BiaƂowieĆŒa. Von ihm stammen fast alle zurzeit im Urwald von BiaƂowieĆŒa lebenden Wisente der Flachlandlinie ab.

Next

Wisent

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Die schweren Maschinen, die zu den Rodungen ausrĂŒcken, seien nĂ€mlich fĂŒr den Einsatz in dem Naturschutzgebiet gar nicht geeignet. WĂ€hrend die Polonisierung im Ersatz der orthodoxen Kirche durch die polnisch-katholische im Alltagsleben zum Ausdruck kam, wurde die Modernisierung mit einer groben Ausbeutung der Waldressourcen und Förderung der Jagd gleichgesetzt. This book traces the history of the Bialowieza national park from the Early Modern period to the present. So waren fĂŒr die Entwicklung der Wisentpopulation in der Region menschliche Interessen und Vorstellungen von zentraler Bedeutung. Markus Krzoska ist Privatdozent an der Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen und Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter an der UniversitĂ€t Siegen.

Next

SEHEPUNKTE

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Jahrhunderts zeigt sich eindrĂŒcklich, wie unter den unterschiedlichen Regierungen mit der Natur als Ressource und Reservat umgegangen wurde. Jahrhunderts in dieser Form fortbestand. Im Zweiten Weltkrieg diente der Wald Bialowieza schließlich als sowjetisches Naturreservat und deutsches Reichsjagdgebiet. Ab 1832 wurde der Wisentbestand jĂ€hrlich gezĂ€hlt. Sie mĂŒnden entweder in den nördlich strömenden oder in die sĂŒdlich fließende Prawaja Ljasnaja. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit der Natur als Ressource und Reservat, sowie der Alltag der Bevolkerung unter den verschiedenen machtpolitischen Ordnungen des 20. Nach dem Zweiten Weltkrieg besaßen sowohl der polnische als auch der belarussische Teil von BiaƂowieĆŒa Schutzstatus.

Next

Rezension zu: A. Dalhouski u.a.: Wisent

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Auf weißrussischer Seite ist das BiosphĂ€renreservat 1. Auf kurze Sicht sind die BĂ€ume mit Krankheit bedroht, auf lange Sicht aber regeneriert sich die Natur und schafft neue ökologische Systeme. Deshalb wurden alsbald Wisente als großzĂŒgige Staatsgeschenke an auslĂ€ndische Gehege vergeben. Im Vordergrund stehen Fragen der institutionellen und personellen Durchherrschung der Region unter verschiedenen politischen Ordnungen, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit der Natur als Ressource und Reservat, sowie der Alltag der Bevölkerung und ihrer Konfrontation mit Ă€ußeren Faktoren und der vertrauten Lebenswelt. Das Absinken des Grundwasserspiegels und die Versandung der Böden fĂŒhrte in vielen Arealen zum Siegeszug der Fichte, die fĂŒr BorkenkĂ€ferbefall anfĂ€lliger ist. Der Blick in die Geschichte belegt, dass sich Entwicklungen wiederholen.

Next

SEHEPUNKTE

wisent wildnis und welterbe geschichte des polnisch weissrussischen nationalparks von bialowieza

Im sowjetischen Teil hatte ein exklusiver Staatsforst der politischen Elite seit 1957 als Jagdgebiet gedient. Das Buch zeigt den Wald als einen Mikrokosmos der ostmitteleuropĂ€ischen Geschichte zwischen Imperium und Nationalstaat, Naturschutz und Ressourcennutzung, Gewalt und Tourismus. Und die sind eben besonders anfĂ€llig fĂŒr das Einnisten der kleinen RĂŒsselkĂ€fer. MachtverhĂ€ltnisse, kulturelle Normen, wirtschaftliche Interessen und der Zustand des Waldes beeinflussten, wer in diesen Auseinandersetzungen jeweils die Oberhand gewann. In beiden Teilen des Nationalparks wurde 2009 das 600.

Next